Cordyceps, Reishi und co. – Heilpilze und ihre therapeutischen Anwendungen

09.10.2019 16:37

Mykotherapie immunsystem

 

Vitalpilze oder Heilpilze haben eine mehr als tausendjährige Tradition in der asiatischen Volksmedizin. Unabhängig voneinander fanden sie in Japan, China und Indien Anwendung. Aus diesem Wissen hat sich die Mykotherapie (Pilzheilkunde) entwickelt, welche das uralte Wissen über diese Pilze in die heutige Zeit transportiert und die medizinisch wirksamen Pilze für verschiedene Beschwerden einsetzt.

 

Was ist Mykotherapie?

Auch wenn Pilze nicht zu den Pflanzen gehören, wird die Mykotherapie zur Phytotherapie also Pflanzenheilkunde gezählt. In der Pflanzenheilkunde, eine der ältesten medizinischen Therapieformen, wird die Verwendung von Heilpflanzen untersucht, die in der Lage sind, eine pharmakologische Wirkung auf den Körper auszuüben.

Die Mykotherapie zielt darauf, die Gesundheit und das allgemeine Gleichgewicht des Körpers durch die Verwendung von Heilpilzen zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Im fernen Osten wird diese Disziplin seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) angewandt, eine der ältesten volksmedizinischen Heilmethoden der Welt ist. Während die Schulmedizin auf die Behandlung von Symptomen ausgerichtet ist, konzentriert sich die TCM auf die Ursachen der Beschwerden – denn wenn die Ursachen identifiziert und beseitigt sind, verschwinden auch die Symptome.

 

Medizinische Pilze: Wofür sind sie da und worauf sollte man achten?

Pilze sind für ihre bemerkenswerte Nährstoffdichte bekannt. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen diverse Vitamine, Mineralstoffe und die sogenannten Polysaccharide. Vitalpilze weisen jedoch auch adaptogene Eigenschaften auf. Adaptogene sind natürliche, in bestimmten Pilzen und Pflanzen vorkommende Substanzen, die eine ausgleichende und regulierende Wirkung auf den menschlichen Körper aufzeigen. Zudem enthalten sie bestimmte Inhaltsstoffe, die als Chelatbildner fungieren, welche in der Lage sind, Metalle und andere Stoffe an sich zu binden.

Vitalpilze werden in erster Linie für folgende Zwecke eingesetzt:

 
  • Zur Stärkung des Immunsystems und natürlichen Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte.
  • Zur Chelat-Therapie: Bindung und anschließende Ausleitung von toxischen Substanzen wie Schwermetallen
  • Zur Entgiftung von Organen
  • Als unterstützende Therapie bei Krebserkrankungen
 

Da sie in Europa nicht als Arzneimittel zugelassen sind, werden Vitalpilze in unseren Breitengraden als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet. Beim therapeutischen Einsatz dieser Heilpilzen in Kapselform sollte jedoch darauf geachtet werden, nur Erzeugnisse bester Qualität verwendet werden. Wenn die Pilze aus Gebieten mit hoher Belastung durch Toxine, Pestizide und co. stammen, können Analysen des Rohmaterials und Zertifikate ein gutes Indiz sein. Darüber hinaus ist es ratsam auf Produkte mit Pilzextrakten und nicht Pilzpulver zurückzugreifen, da die Inhaltsstoffe in Extrakten deutlich konzentrierter vorliegen.

 

Auf einen Blick: Welche Heilpilze gibt es?

Zu den in der Mykotherapie am häufigsten verwendeten Vitalpilzen gehören unter anderem:

 

Mu-Err (Auricularia auricular)

Der auch als "Judasohr" bezeichnete Pilz enthält ein Polysaccharid, das eine hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung aufweist. Es schützt so das Herz-Kreislauf-System, erhöht den Blutfluss und verhindert Gefäßverstopfungen. Man kennt ihn auch als Speisepilz in der asiatischen Küche.

 

Cordyceps (Cordyceps militaris)

Cordyceps militaris enthält Cordycepin. Diese natürlich auftretende Substanz hat in Studien eine Wirkung gezeigt, die vergleichbar mit der von Antibiotika ist [1]. Der Cordyceps Pilz ist zudem bekannt dafür eine positive Wirkung bei Müdigkeit und Erschöpfung zu zeigen.

 

Yamabushitake (Hericium erinaceus)

Hericium oder Igel-Stachelbart wird aufgrund seines Aussehens auch Löwenmähne genannt. Der Pilz hat entzündungshemmende und verdauungsförderliche Eigenschaften und soll unter anderem die Regeneration der Darmschleimhaut unterstützen. Auch immunstimulierende Eigenschaften werden Hericium erinaceus zugeschrieben.

 

Reishi (Ganoderma lucidum)

Er ist einer der ältesten und am häufigsten verwendeten Vitalpilze in der TCM. Reishi wird auch als „Pilz der Unsterblichkeit“ bezeichnet und schützt die Haut vor Alterung, stärkt das Immunsystem und unterstützt die Gedächtnisfunktion. Auch bei Schlaflosigkeit, Angst und Nervosität kann Reishi einen positiven Einfluss haben. Schließlich wird er auch bei der sogenannten Höhen- oder Bergkrankheit eingesetzt, bei der Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit durch den in großen Höhen sinkenden Luftdruck auftreten.

 

Shiitake (Lentinus edodes)

Shiitake wird im Deutschen auch Pasaniapilz genannt. Es ist nützlich bei der Bekämpfung von Darmschwellungen und beim Schutz von Zähnen und Zahnfleisch. Es stärkt das Immunsystem dank seiner antibakteriellen und antiviralen Wirkung.

 

Unsere Bio Vitalpilz-Mischung

Unsere Bio Vitalpilz-Kapseln liefern eine einzigartige Kombination aus den fünf genannten Vitalpilzen. Für unser Produkt verwenden wir ausschließlich hochdosierte Extrakte aus kontrolliert biologischem Anbau. Um eine optimale Qualität sicherzustellen, testen wir unsere Vitalpilzextrakte sowohl auf mikrobielle Verunreinigungen, Mykotoxine, sowie auf Pestizid- und Schwermetallrückstände.

 

Quellen:

[1] Jiang et al., Antimicrobial effect and proposed action mechanism of cordycepin against Escherichia coli and Bacillus subtilis. J Microbiol (2019)


 
   

Empfohlene Produkte


Reishi Kapseln

Reishi Kapseln

Unsere Reishi Kapseln liefern jeweils 500 mg hochkonzentrierten Reishi Extrakt anstelle von Reishi Pulver.

Kaufen >>

Cordyceps Kapseln

Cordyceps Kapseln

Unsere Cordyceps Sinensis Kapseln liefern 500 mg hochkonzentrierten Cordyceps CS-4 Extrakt mit 40% Polysacchariden.

Kaufen >>

Heilpilze kapseln

BIO Vitalpilz-Kapseln

Unsere Bio-Vitalpilz Kapseln liefern eine einzigartige Kombination aus 5 verschiedenen Vitalpilzen in Bio-Qualität.

Kaufen >>

20.05.2021 11:03
Mangel oder kein Mangel? Vitaminspiegel bestimmen mit Nährstofftests für zu Hause
Eine Nährstoffunterversorgung kann auf Dauer schwerwiegende, gesundheitliche Probleme verursachen. Mit einem Bluttest lassen sich Vitamin- und Mineralstoffdefizite leicht aufdecken und zum Glück gibt es mittlerweile auch schon Selbsttests für zu Hause, so dass man sich den Gang zum Arzt und die langen Wartezeiten sparen kann.
13.01.2021 12:48
Tipps zur Förderung eines regelmäßigen Stuhlgangs
Schon Hippokrates wusste, "alle Krankheiten beginnen im Darm". Leider ist es ein weit verbreitetes Phänomen, die Gesundheit unseres Magen-Darm-Trakts zu vernachlässigen - so auch Verdauungsprobleme wie Verstopfung. Erfahre, was man gegen Verstopfungen tun kann.
27.11.2020 10:33
Winter-Blues? Nicht mit uns! 6 Tipps für gute Laune in der kalten Jahreszeit
In einer Umfrage zum Thema Stimmungsveränderung im Winter gaben 24% der Männer und 36% der Frauen an, im Winter in ein Stimmungstief zu fallen. Aber nicht mit uns! Wir lassen uns vom nahenden Winter nicht die Laune vermiesen und haben hier ein paar Tipps zusammengestellt.
13.11.2020 14:29
Candida Albicans: Was es ist und wie man es loswird
Candida albicans (C. albicans) ist einer der häufigsten menschlichen Pilzerreger, der eine unerwünschte Hefeinfektion verursachen kann. Obwohl Candida zu einer Vielzahl von Krankheiten führen kann, die verschiedene Gewebe im Körper betreffen, sind vaginale Infektionen die häufigsten. Tatsächlich sind bis zu 75% der Frauen mindestens einmal in ihrem Leben betroffen 

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.