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Unterschätzt – Warum Vitamin K so wichtig ist

05.06.2019 11:01

Vitamin K Formen

 

Wir alle wissen genau, dass Vitamin D unverzichtbar für unsere Knochen ist. Und auch Vitamin C ist uns allen ein Begriff. Aber was hat es eigentlich mit dem ominösen Vitamin K auf sich? Für unsere Gesundheit spielt es jedenfalls eine entscheidende Rolle und sollte somit in der Ernährung nicht vernachlässigt werden.

 

Was ist Vitamin K?

 

Vitamin K gehört genau wie die Vitamine A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Im Gegensatz zu wasserlöslichen Nährstoffen werden die fettlöslichen Vitamine im Körper – insbesondere in der Leber – gespeichert. Während Vitamin A und D selbst vom Körper synthetisiert werden können, müssen Vitamin E und K unter anderem durch die tägliche Nahrung zugeführt werden.

 

Ähnlich wie beim Vitamin B12 handelt es sich bei Vitamin K nicht um einen einzelnen Stoff, sondern um eine Stoff-Gruppe, die mehr als 100 bekannten Verbindungen umfasst. Für unseren Stoffwechsel sind davon jedoch nur die natürlich auftretenden Vitamin K-Formen K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon) relevant. Darüber hinaus gibt es noch das Vitamin K3 (Menadion), eine synthetische Variante des Vitamins.

 

Vitamin K1 tritt hauptsächlich in den grünen Blättern verschiedener Pflanzen auf. Dazu zählen vor allem Kohlsorten, aber auch Schnittkräuter, wie Petersilie und Schnittlauch Vitamin K2 wird hingegen von Mikroorganismen produziert. Deswegen bilden gerade fermentierte Produkte wie Sauerkraut und Natto eine gute, pflanzliche Vitamin K2-Quelle. Auch unsere Darmbakterien können das lebenswichtige Vitamin herstellen. Im Anschluss kann es direkt von den Darmzellen aufgenommen und über das Blut an den Zielort weitergeleitet werden. Eine Unterversorgung kommt bei einer abwechslungsreichen Ernährung und gesunden Darmflora damit nur in seltenen Fällen vor. Jedoch können bestimmte Krankheiten, die den Verdauungstrakt und den Stoffwechsel betreffen, einen Vitamin K-Mangel begünstigen.

 

Vitamin K Quellen

 

Vitamin K – mehr als nur ein „Gerinnungsvitamin“

 

Das „K“ in Vitamin K steht für „Koagulation“ – und das wiederum bedeutet Gerinnung. Vitamin K ist nämlich unerlässlich für unsere Blutgerinnung. Es aktiviert die Proteine, die für diesen Prozess notwendig sind: Die sogenannten Gerinnungsfaktoren. Diese verhindern bei Verletzungen einen zu großen Blutverlust. Menschen mit einem Vitamin K-Mangel neigen daher oft zu heftigen Blutergüssen und starken Blutungen bei nur kleinen Verletzungen.

 

Vitamin K ist jedoch nicht nur für das Stoppen von Blutungen von Bedeutung. Es sorgt auch dafür, dass das Blut in unseren Blutgefäßen vernünftig fließen kann. Im Grunde dirigiert es aufgenommenes Kalzium zu unseren Knochen und Zähnen und verhindert so dessen Ansammlung in den Arterien. Damit beugt Vitamin K Kalkablagerungen in den Gefäßen vor und leistet einen Beitrag zum Schutz vor koronaren Herzkrankheiten.

 

Vitamin K sorgt für starke Knochen

 

Wie schon angedeutet ist Vitamin K von großer Relevanz für unsere Knochengesundheit. Neben Calcium beteiligt es sich der Knochenmineralisierung und wird für die sogenannten Osteoblasten benötigt – die Zellen, die unser Knochengewebe bilden. Das Osteocalcin spielt hierbei eine zentrale Rolle. Dieses Protein wird in Abhängigkeit von Vitamin D3 und Vitamin K von den Osteoblasten produziert und unterstützt durch Bindung an Calcium die Bildung der Knochenmasse aus. Kein Wunder also, dass Vitamin K schon seit langem in der Osteoporose-Therapie zum Einsatz kommt.

 

Vitamin K Funktionen

 

Vitamin K2 ist nicht gleich Vitamin K2

 

Den größten Teil an Vitamin K nehmen wir über unsere Ernährung, also hauptsächlich über grünes Blattgemüse wie Spinat, Kohl und Kopfsalat auf. Hierbei handelt es sich wie gesagt um das Vitamin K1. Jedoch ist es vor allem die K2 Form, die von unserem Körper deutlich effizienter resorbiert und genutzt wird. Bei Vitamin K2 unterscheidet man auch wieder zwei Unterformen: Das MK-4 und das MK-7. Diese beiden K2 Varianten werden von Bakterien produziert und finden sich vor allem in tierischen Nahrungsmitteln und fermentierten Produkten. Menachinon-7 (MK-7) ist die wirkungsvolle der beiden Vitamin K2 Formen.

 

Nun wird es noch komplexer, denn auch bei MK-7 ist das Ende noch nicht erreicht. MK-7 existiert nämlich in zwei Formen, die als cis- und trans-Isomere bezeichnet werden. Diese Bezeichnung ist auf die chemische Konfiguration der beiden ähnlichen Stoffe zurückzuführen. Sie unterscheiden sich chemisch betrachtet nur minimal, doch dieser kleine Unterschied hat einen großen Einfluss auf die Wirkungsweise. Während MK-7 all-trans als wirksamste Form von Vitamin K2 mit der besten Bioverfügbarkeit gilt, ist MK-7 cis im Grunde genommen wirkungslos.

 

Vitamin K2 Mk-7

 

Augen auf bei Nahrungsergänzungsmitteln

 

Ein Vitamin K Mangel ist bei gesunden Menschen eher eine Seltenheit. Personen, die jedoch unter Störungen des Fettstoffwechsels, sowie Leber- und Darmerkrankungen (Reizdarm, Morbus Crohn, Zöliakie) leiden, können zu einer Unterversorgung neigen. Anzeichen für einen Mangel können die akute Bildung von blauen Flecken sein, häufiges Zahnfleischbluten, aber auch Konzentrationsschwäche und Antriebslosgeit. In diesen Fällen kann Vitamin K in Form einer Ergänzung deshalb von gesundheitlichem Vorteil sein.

 

Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den Formen, sollte man sich bei der Wahl eines Vitamin K-Supplements genaustens informieren, welches Vitamin K enthalten ist. Bei einigen Präparaten ist der Großteil des angeblichen Wirkstoffs nämlich wirkungslos. Bei der Entwicklung unseres Vitamin K2-Produktes haben wir uns für einen besonderen Rohstoff entschieden, der aus fermentierten Sojabohnen (= Natto) gewonnen wird. Selbstverständlich ist unser K2 die MK-7 Form mit einem all-trans Gehalt von über 99% und ist damit besonders gut für unseren Körper verwertbar.

 

Quellen:

 
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