Jodmangel: Muss es denn immer Salz sein?

20.07.2020 14:03
 

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Deutschland ist ein Jodmangel-Gebiet! Der durchschnittliche Bedarf an Jod liegt bei 150 μg pro Tag [1] und wird von rund 35 % der Bevölkerung nicht erreicht. Auch andere europäische Länder, wie Frankreich, Italien und Großbritannien sind unzureichend versorgt – insgesamt sind rund 40 % der europäischen Bevölkerung von mildem bis moderatem Jodmangel betroffen. [2]

 

Wie wichtig eine bedarfsdeckende Versorgung mit Jod für uns alle ist, zeigen diverse Untersuchungen und Veröffentlichungen zu dem Thema, die von bedeutenden Institutionen wie dem Robert-Koch-Institut (RKI), der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), dem Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vielen anderen immer wieder durchgeführt werden. Es gibt sogar einen „Arbeitskreis Jodmangel“ (AKJ), bestehend aus Experten wie Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Toxikologen und Pharmakologen, der sich ausschließlich mit der Thematik rund um die Jodversorgung in Deutschland auseinandersetzt, Aufklärungsarbeit leistet und sich dafür einsetzt, die Jodversorgung zu verbessern.
Jod(-mangel) ist also ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft!

 

Wofür brauchen wir überhaupt Jod?

 

Jod ist in unserem Körper zwingend notwendig für die Herstellung von Schilddrüsenhormonen. Diese erfüllen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel, sorgen für ein normales Wachstum, tragen zur Knochengesundheit bei, unterstützen bei der Gehirnentwicklung und werden für den Energiestoffwechsel benötigt. [3] Eine Unterversorgung mit Jod kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, wie die Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Bei einem langanhaltenden Jodmangel werden zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet, was zu einer Unterfunktion führt. Die Folge kann eine krankhaft vergrößerte Schilddrüse sein, auch „Struma“ oder „Kropf“ genannt. [4]

 

Eine besondere Rolle nimmt die Jodversorgung bei Kindern und Jugendlichen ein, denn die Schilddrüsenhormone beeinflussen die Entwicklung und das Wachstum von Knochen und Gehirn.

 

Eine Unterversorgung kann zu Störungen der Hirnentwicklung mit Lern- und Merkschwierigkeiten sowie zu Strukturveränderungen der Schilddrüse führen. [5] Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit besteht bei Frauen ein erhöhter Bedarf an Jod und eine unzureichende Zufuhr kann u.a. zu Wachstumsdefiziten, angeborenem Kropf sowie neurologischen Schäden des Neugeborenen führen. [6]

 

Warum fehlt´s?

 

Bei Jod handelt es sich um ein sogenanntes essentielles Spurenelement – es kann also nicht vom Körper selbst gebildet werden und muss über die Nahrung zugeführt werden. [4]

 

Eine ausreichende Versorgung mit Jod wäre kein Problem, wenn unsere Lebensmittel ausreichend Jod enthalten würden. Pflanzen können das wasserlösliche Spurenelement über ihre Wurzeln aus dem Boden aufnehmen und daher grundsätzlich zu einer ausreichenden Jodversorgung beitragen. Hierzulande sind die Böden aber sehr jodarm, denn durch Auswaschung gelangt das Jod in Flüsse und von dort aus ins Meer. Da ist es nicht verwunderlich, dass grade in Lebensmitteln aus dem Meer, wie Seefischen und Algen, hohe Jodgehalte zu finden sind. [7] [2]

 

Es gibt aber auch andere Quellen für Jod: Fleisch, Milch und Eier. Das liegt daran, weil den Futtermitteln der Tiere Jod zugesetzt wird, das sich dann in tierischen Lebensmitteln wiederfindet. [3]

 

Allerdings deckt selbst eine abwechslungsreiche Ernährung ohne zusätzliche Jod-Produkte nur maximal die Hälfte der empfohlenen Tageszufuhr.

 

Darum gibt es jodiertes Speisesalz!

 

Weil Jod ein so wichtiger Mineralstoff für uns ist, und die ausreichende Versorgung mit Jod über Nahrungsmittel nicht gewährleistet werden kann, wurde 1980 in Deutschland die Jodierung von Speisesalz eingeführt. Denn Speisesalz ist zum einen ein guter Träger für Jod und wird zum anderen täglich konsumiert.

 

Allerdings hat Salz auch zwei Nachteile: Erstens ist die Verwendung von jodiertem Speisesalz sowohl in Haushalten als auch in der Lebensmittelindustrie freiwillig – eine Zufuhr kann also nicht garantiert werden, insbesondere wenn viele Fertiggerichte konsumiert werden. [2]

 

Noch viel problematischer ist es aber, dass eine zu hohe Aufnahme von Salz nicht gesund ist, da es den Blutdruck erhöhen, die Nieren belasten und bei sehr hohen aufgenommen Mengen das Magenkrebs-Risiko steigern kann. [9]

 

Warum also den Umweg über tierische Lebensmittel oder Salz machen, wenn es tolle Alternativen in Form von pflanzenbasierten Nahrungsergänzungsmitteln gibt?

 

 

Jod – Zum Glück geht es auch pflanzlich!

 

Viele Jod-Produkte im Markt verwenden synthetisches Jod (wie Kaliumjodid). Das muss aber nicht sein: Unser natürliches Jod aus der Kelp Alge ist 100% natürlich und rein pflanzlich, und deshalb auch für Vegatarier und Veganer geeignet. Das Jod aus der Kelp Alge ist zudem hoch bioverfügbar – das heißt, es wird optimal vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt.
Und es wird noch besser: Die Meeresalgen sind nicht nur aufgrund ihres natürlichen hohen Jodgehaltes, den enthaltenen Mineralien, Spurenelemente und weiteren Nährstoffen ernährungsphysiologisch gesehen echte Superfoods, sondern es handelt sich auch um sehr nachhaltige Lebensmittel, wenn sie - wie bei uns - aus biologischer Kultivierung stammen. 

 

Außerdem verwenden wir - anders als bei Produkten von anderen Herstellern - prinzipiell keine Zusatzstoffe wie Magnesiumstearat, Titandioxid oder Carboxymethylstärke. Mit 150 µg Jod pro Kapsel werden 100% der empfohlenen tägliche Menge an Jod erreicht. Damit ist eine optimale Versorgung des Körpers mit Jod sichergestellt.

 

Jodmangel? Mit unseren natürlichen Jod-Kapseln kein Problem mehr!

 

Quellen

 

[1]

Europäische Union, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (...). (2011)

[2]

Gärtner, Recent data on iodine intake in Germany and Europe. Journal of Trace Elements in Medicine and Biology (2016)

[3]

German Federal Institute for Risk management (BfR), Iodine intake in Germany on the decline again - tips for a good iodine supply. (2020)

[4]

Zimmermann et al., Iodine-deficiency disorders. Laboratory for Human Nutrition, Swiss Federal Institute of Technology Zürich (2008)

[5]

Arbeitskreis Jodmangel, Gesundheitliche Risiken des Jodmangels. (2020)

[6]

Taylor et al., Iodine supplementation in pregnancy – is it time?. Clinical Endocrinology (2016)

[7]

Martino et al., A new source of volatile organoiodine compounds in surface seawater. GEOPHYSICAL RESEARCH LETTERS (2009)

[8]

Arbeitskreis Jodmangel, Jod in der Ernährung. (2020)

[9]

Malta et al., High sodium intake increases blood pressure and risk of kidney disease. From the Science of Salt: A regularly updated systematic review of salt and health outcomes. WORLD HYPERTENSION LEAGUE (2018)



 

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NATÜRLICHES JOD

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