Ashwagandha – 4 gesundheitliche Vorteile der ayurvedischen Superpflanze

12.02.2020 12:21

 

Ashwagandha ist einer der bekanntesten traditionellen Heilpflanzen in der ayurvedischen Medizin und hat auch in den letzten Jahren in unseren Breitengraden an Popularität gewonnen. Und das aus gutem Grunde: Der Schlafbeere namens Withania somnifera werden diverse gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, die bereits in einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien untersucht wurden. Scheinbar wussten auch schon die Menschen vor 4000 Jahren, was für eine „Superpflanze“ Ashwagandha ist.

 

Was bedeutet „Ashwagandha“?

Das Wort Ashwagandha ist Sanskrit und lässt sich grob übersetzen zu "Geruch eines Pferdes". Diese Bedeutung von Ashwagandha bezieht sich auf den ausgeprägten Geruch der frischen Wurzel und gibt einen Hinweis auf dessen Eigenschaften - denn das Pferd ist ein Symbol für Kraft und Vitalität. Der lateinische Name des Krauts (Somnifera = schlaffördernd) lässt ebenfalls auf eine seiner vielen Wirkungen schließen.

 

1. Ashwagandha gegen Stress

In der Ayurveda wird Ashwagandha als Adaptogen klassifiziert. Der Begriff lässt sich von dem englischen Wort „to adapt“ ableiten, was so viel bedeutet wie „sich anpassen“. Adaptogene sind also Pflanzenstoffe, die den Körper dabei unterstützen, besser mit körperlichem und mentalem Stress umzugehen. Die stressreduzierende Wirkung von Ashwagandha wurde schon in diversen Studien untersucht. Ergebnisse einer Studie aus dem letzten Jahr mit 60 gesunden Probanden hat ergeben, dass die Einnahme von Ashwgandha über einen Zeitraum von 2 Monaten zu einer signifikanten Reduzierung von Stress und Angstzuständen führte - gleichzeitig erhöhte sich die Stimmung der Probanden. Zurückzuführen ist dieser stimmungsaufhellende Effekt scheinbar auf die Abnahme des Stresshormons Cortisol [1].

 

2. Ashwagandha zur Unterstützung kognitiver Funktionen

Ashwagandha ist vorwiegend als “Anti-Stress“ Mittel bekannt, jedoch kann die Pflanze noch mehr für unser Köpfchen. Bei Personen mit leichten kognitiven Störungen konnte die Einnahme von Ashwagandha Extrakt unter anderem die Gedächtnisleistung, die Aufmerksamkeitsspanne und die Verarbeitung von Informationen deutlich verbessern [2]. Dieser Effekt von Ashwagandha wird den Withanoliden zugeschrieben. Wie der lateinische Name der Pflanze - Withania somnifera – verrät, kommen diese biologisch aktiven Substanzen in Ashwagandha in vergleichsweise großen Mengen vor. Zellkulturstudien haben gezeigt, dass bestimmte Withanolide aus Ashwagandha den Auswuchs von Nervenzellen begünstigen und auch in Ratten führten die Withanolide zu einer erhöhten Dichte der neuronalen Synapsen – Strukturen im Gehirn, die Nervensignale weiterleiten. Ein bestimmtes Withanolid (Withanolid A) wird bereits als potenzieller Kandidat für ein Medikament gegen Alzheimer eingeschätzt [3].

 

3. Ashwagandha für ein gesundes Immunsystem

Unser Immunsystem kann von der ayurvedischen Pflanze ebenfalls profitieren. Denn Ashwagandha bzw. die in der Pflanze enthaltenen Withanolide steigern die Anzahl und die Aktivität bestimmter Immunzellen [4]. Dazu zählen unter anderem natürliche Killerzellen (NK Zellen), die bei der Bekämpfung von Viruserkrankungen eine bedeutende Rolle spielen, sowie eine bestimmte Gruppe an T-Zellen, die die Immunantwort durch Aktivierung weiterer Immunzellen regulieren.

 

4. Ashwagandha für die Hormonbalance

Auch auf verschiedene hormonelle Systeme scheint Ashwagandha einen positiven Einfluss zu haben. Besonders Männer freut es vielleicht zu wissen, dass die Pflanze erfolgreich zur Behandlung von erektiler Dysfunktion und hormonell bedingten Problemen eingesetzt wird. Die Einnahme von Ashwagandha Wurzel führte in Studien zur Steigerung der Spermienzahl und -motilität und zum Anstieg des Testosteronpiegels [5].

Auch bei der Behandlung von Schilddrüsenproblemen hat Ashwagandha scheinbar großes Potential. Personen mit Hypothyreose bzw. Schilddrüsenunterfunktion zeigten nach Einnahme eines Ashwagandha-Wurzelextraktes eine deutliche Besserung der Schilddrüsenhormonlevel im Vergleich zur Placebo-Gruppe – und das nach nur 8 Wochen [6].

 

Weitere Anwendungsgebiete

Wir haben hier nur ein paar bekannte und gut untersuchte Effekte von Ashwagandha aufgriffen. Es gibt jedoch eine Vielzahl an weiteren Studien, die die Wirkung und Wirkungsweisen von Ashwagandha und seinen Inhaltsstoffen untersucht haben [7] und wahrscheinlich werden in den kommenden Jahren zahlreiche weitere folgen. Eins ist klar: Es gibt bereits jetzt diverse Ansätze für potenzielle therapeutische Anwendungsgebiete der Power-Pflanze aus Indien.

 

Quellen

  1. Lopresti et al., An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract: A randomized, double-blind, placebo-controlled study. Medicine (Baltimore). (2019)
  2. Choudhardy et al., Efficacy and safety of Ashwagandha (Withania somnifera (L.) Dunal) root extract in improving memory and cognitive functions. J Diet Suppl. (2017)
  3. Kuboyama et al., Effects of Ashwagandha (roots of Withania somnifera) on neurodegenerative diseases. Biol Pharm Bull. (2014)
  4. Mikolai et al., In vivo effects of Ashwagandha (Withania somnifera) extract on the activation of lymphocytes. J Altern Complement Med. (2009)
  5. Sengupta et al., Role of Withania somnifera (Ashwagandha) in the management of male infertility. Reprod Biomed Online. (2018)
  6. Sharma et al., Efficacy and safety of Ashwagandha root extract in subclinical hypothyroid patients: A double-blind, randomized placebo-controlled trial. J Altern Complement Med. (2018)
  7. Mishra et al., Scientific basis for the therapeutic use of Withania somnifera (Ashwagandha): a review. Altern Med Rev. (2000)





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Ashwagandha ist Sanskrit und bedeutet übersetzt "Geruch des Pferdes", was einen Hinweis auf seine Eigenschaften gibt, denn das Pferd ist ein Symbol für Kraft und Vitalität. Somnifera stammt aus dem Lateinischen und bedeutet schlaffördernd.

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